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Europäische Patientenakademie

EUPATI beim ESMO-Kongress

Der Kongress von ESMO, der Gesellschaft der Medizinischen Onkologie fand letzte Woche in Madrid statt. Die letzte Debatte der Konferenz war über die Zusammenarbeit zwischen Industrie und Patientenorganisationen, die nicht nur in Deutschland heisses Eisen ist. Der Vortrag von EUPATI Direktor Jan Geißler erklärt die grundsätzlichen Fragen und Konflikte, und schildert auch den jetzigen Stand der Sache. Sind alle Patienten, die mit Industrie arbeiten, automatisch korrupt? Oder gibt es vielleicht Wege und Möglichkeiten, die Befangenheit zu vermeiden. Wieviel Recht haben die Patienten überhaupt in einem System, wo so viele Stakeholders mitsprechen?

 

Die Konferenz war aber sonst auch besonders wichtig und erfolgreich aus der Patientenperspektive. Zweihundert Patientenaktivisten und Patientenvertreter waren anwesend, und ein getrennter „Patient Advocacy Track“ war gesichert um Themen, die für Patienten und Aktivismus relevant sind, spezifisch und gezielt besprechen zu können. Der Beitrag von und Zusammenarbeit mit Patienten war sogar durch ein getrenntes Networkingareal geehrt.

Vom EUPATI-Deutschland-Team waren auch mehrere anwesend. Jan Geißler hat mehrere Vorträge gehalten, und die hier erwähnte Debatte moderiert. Ananda Plate war mit ihrer Arbeit und dem Bildungsvorhaben bei Myeloma Patients Europe dabei. Bettina Ryll wohnt jetzt zwar in Schweden, aber sie hat ganz viel für EUPATI auf EU-Ebene und auch in Deutschland geleistet. Natürlich waren auch Vertreter der Behörden, der Krankenkassen und der Wissenschaft in großer Zahl anwesend.

Ganz klar muss EUPATI Deutschland noch wesentlich mehr dafür tun, dass Patienten und Patientenaktivisten vor Ort, in Deutschland und in deutscher Sprache besser erreicht werden. Mit diesem Ziel in Sicht trifft sich das EUPATI Kernteam zunächst in Stuttgart am 2-en Oktober.